Die Frage, welche Gestalt sich hinter Herrn Mork versteckt und wer dieser Mensch sein muss, der das Sonderbare für sein literarisches Schaffen beansprucht, entsteht anscheinend rasch, wenn man sich mit seinen Werken etwas intensiver auseinandersetzt als mit der Entscheidung, ob man ihm lieber Tee oder Kaffee anbieten soll, wenn ein Besuch unmittelbar bevorsteht. Das Wichtige zuerst: Herr Mork meidet Tee und zieht eindeutig Kaffee vor, angenehm wäre für ihn zudem, wenn ein kleines Glas Wasser sich unaufgefordert dazugesellen würde; allerdings ist für solch eine zelebrierende Kultur gegenwärtig vermutlich wenig Platz.
Stellen Sie sich also einen mittelgroßen, jungen Mann vor, der etwas kleiner als das Mittelmaß ist. Manchmal pflegt er sich zu rasieren, aber das geschieht meistens nur, falls eine Veranstaltung bevorsteht. Ähnlich ist es mit den Krawatten zu betrachten. Seine Erscheinung ist von rundlicher Natur geprägt, was diese besagten Krawatten nur mäßig kaschieren. Herr Mork spricht freundlich, aber das ist fast immer mit einem beißendem Humor, der einen eindeutigen Hang zu Hyperbeln und Zynismus – nicht seine beste Eigenschaft – besitzt, durchzogen. Trotz allem sollten Sie dennoch seine Bekanntschaft nicht meiden, er wird sich Ihnen gern nochmals persönlich vorstellen.
(H. Hinrich, April 2011)
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